Behörde plant tiefgreifende Schutzmaßnahmen für Mondragó

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Im Naturpark Mondragó bei Santanyí im Osten von Mallorca soll die Zahl der Besucher künftig begrenzt werden. Betroffen sind auch die Strände. Dazu muss zuvor der bestehende Nutzungsplan aus dem Jahre 1992 geändert werden. Einen entsprechenden Vorschlag hat die Generaldirektion für Naturschutzgebiete und Biodiversität ausgearbeitet und an die Parteien verschickt.

Der Naturpark Mondragó umfasst rund 700 Hektar, von denen etwa 90 Prozent in Privatbesitz sind. Die restlichen Gebiete sind Eigentum der Gemeinde Santanyí oder im Besitz touristischer Unternehmen.

Strandbuden abseits der Playas

Die neuen Regelungen sehen für jeden Badegast zwischen 10 und maximal 15 Quadratmeter Fläche vor. Das Angebot an Liegen und Sonnenschirmen müsse den neuen Besucherzahlen angepasst werden, heißt es. Darüber hinaus sollen die beiden im Gebiet vorhandenen Chiringuitos abgerissen werden. Neue Strandbuden dürfe man errichten, allerdings mit nicht mehr als 20 Quadratmetern Fläche, oder abseits der Strandzonen, so das Papier weiter.

Ende der Ausflugsfahrten

Besondere Einschränkungen betreffen die Parksituation. Die vorhandenen beiden Parkplätze bleiben, laut Dokument, erhalten, werden aber nicht vergrößert, so, wie es die Gemeinde plante. Die Einrichtung einer neuen Busverbindung an die Font de n’Anis ist nach den Plänen der Generaldirektion für Naturschutzgebiete nicht mehr vorgesehen.

Auch Sportveranstaltungen bleiben künftig verboten. Radfahrer und Reiter dürften lediglich auf bestimmten, asphaltierten Wegen unterwegs sein. Ausflugsschiffe und Sportboote sollen, laut Plänen, nicht mehr anlegen dürfen. Betroffen davon wäre das bei vielen Urlaubern beliebte Angebot von Portopetro zu den Stränden Mondragós. (Bild: MF)