Eine Insel mit zu viel Garten

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Würde man alle Wohngebäude in ländlichen Gebieten von Mallorca an einem Ort bündeln, entstünde so die zweitgrößte Stadt der Balearen. Das zeigt eine Studie, die im Rahmen des neuen Territorialplans erhoben wurden. Der imaginäre Ort umfasst demnach knapp 53.200 Häuser mit über 111.000 Einwohnern – mehr Gebäude, als Alcúdia, Felanitx, Inca, Muro, Sa Pobla, Sineu und Pollença zusammen besitzen.

Die meisten Bauten illegal

Die Landesregierung sieht darin eine Übervölkerung ländlicher Gebiete und damit eine Gefahr für Umwelt und Natur. Das größte Problem sei die Nutzung, heißt es. Eine Finca mit Wohngebäude verwandele sich in den meisten Fällen in einen großen Garten. Eine Form von Landwirtschaft fände nicht mehr statt. Seit 1995 wurden rund 8.500 Wohngebäude auf ländlichen Fincas genehmigt. Man geht davon aus, dass die meisten dieser Bauten illegal sind.

Mindestgröße für Hausbau

Die Gegenmaßnahmen liegen auf dem Tisch und sollen Ende des Monats verabschiedet werden. Es handelt sich um Beschränkungen, beispielsweise, ab welcher Grundstücksfläche ein Haus auf einer Finca entstehen darf. In ländlichen Gebieten soll das Grundstück weiterhin mindestens 14.000 Quadratmeter umfassen, in Gebieten mit besonderem bzw. maximalem Schutz zwischen 50.000 bis hin zu 200.000 Quadratmetern. Zudem soll die touristische Ferienvermietung weiter beschränkt werden. In ländlichen Gebieten, die unter besonderem Schutz stehen, will man sie sogar vollständig einschränken.