Ende für Kaffeekapseln auf den Balearen in Sicht

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Auf den Balearen stehen herkömmliche Kaffeekapseln vor dem Aus. Der Entwurf zum neuen Abfallgesetz sieht vor, dass entsprechende Einwegprodukte nur noch dann verkauft werden dürfen, wenn die Materialien leicht organisch recycelbar sind. Die neue Regelung soll am 1. Januar 2020 in Kraft treten. Sämtliche Hersteller von Kaffeekapseln müssen spätestens dann entweder kompostierbare Produkte anbieten, die bereits auf dem Markt sind, oder aber nachweisen, dass sie benutzte Kapseln zurücknehmen und selbst recyclen.

Gesetz liefert Herstellern Optionen

Nicht nur Kaffeekapseln sind vom neuen Abfallgesetz betroffen. Das balearische Umweltministerium will in den neuen Regelungen ebenfalls Einweggeschirr aus Plastik, Trinkhalme und sogar Ohrenstäbchen aus nicht abbaubaren Materialien verbieten. Wie der Direktor des Instituts für Umwelt und Abfall, Sebastià Sanso erklärte, wolle man den Unternehmen keinesfalls vorschreiben, was sie zu tun hätten. Das Gesetz liefere viel mehr Optionen, um künftig auf Nachhaltigkeit in den Produkten umzusteigen.

Schwer abbaubare Materialien

Internationale Umwelt- und Verbraucherschützer kritisieren seit Jahren die Kaffeekapseln. Für die meisten Kapseln werden verschiedene Materialien, wie Kunststoffe und Aluminium, in einer Kombination verwendet, die nur schwer umweltverträglich abbau ist. Das Unternehmen Nestlé sicherte inzwischen zu, dass seine Kapseln in Deutschland über den „Gelben Sack“ entsorgt werden können. (Bild: pixabay.com)