Gemeinden müssen ab 2021 gefährliche Abfälle kostenlos entsorgen

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Alle Gemeinden auf den Balearen müssen ihren Bürgerinnen und Bürgern ab 2021 einen kostenlosen Service zur Entsorgung gefährlicher Abfälle anbieten. Das erklärte der Generaldirektor für Umwelt, Sevastià Sansó, unter Hinweis auf den neuen Masterplan der Landesregierung, der in wenigen Wochen verabschiedet werden soll. Die Entsorgungsmöglichkeiten sollen entweder durch Haussammlungen, oder in Form spezieller Sammelstellen organisiert werden, heißt es weiter. Die Entscheidung liege bei den einzelnen Rathäusern.

Bessere Kontrollen

Zwar gibt es bereits einige Sammelstellen. Diese seien jedoch nicht alle für jede Form von Müll geeignet, sagte Sansó. Zudem gebe es weiterhin nicht genehmigte Sammelpunkte. Die Landesregierung will deshalb auch die Kontrollen verschärfen. Zudem müssen die künftigen Entsorgungsmöglichkeiten für jeden gut erreichbar bzw. nutzbar sein.

Zu gefährlichen Abfällen gehören, unter anderem, Batterien, Leuchtstoff- und Energiesparlampen, Farben und Lösungsmittel. Auch einige elektronische Geräte, wie Kühlschränke, enthalten entsprechende Bauteile.

Bis zu 10 % weniger Gefahrenmüll

Nach Genehmigung des Gesetzes haben die Gemeinden 24 Monate Zeit, die Regelungen umzusetzen. Die Landesregierung unterstützt mit insgesamt rund fünf Millionen Euro die erforderlichen Anpassungen. Ziel ist es, den Anteil gefährlicher Gegenstände im Hausmüll bereits 2021 um bis zu zehn Prozent zu reduzieren. Zudem wollen man einen weiteren Schritt in Sachen Umweltschutz und Nachhaltigkeit unternehmen, erklärte Sansó. (Bild: pixabay.com)