„Germania Nova“ ankert vor Mallorca

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Eine auffällige Schoneryacht ankert derzeit in der Bucht von Palma: Die „Germania Nova“ ist rund 60 Meter lang und die exakte Kopie ihrer Vorgängerin. Die „Germania“ war die erste von insgesamt sechs Segelyachten, die im 20. Jahrhundert auf der Privatwerft Krupp Germaniawerft in Kiel erbaut wurde und 1908 vom Stapel lief. Das Originalschiff wechselte als „Exen“ und „Half Moon“ mehrfach den Besitzer, bevor es 1930 in einen Sturm geriet und aufgegeben werden musste. Das denkmalgeschützte Wrack liegt nordwestlich von Key Biscayne und ist beliebtes Tauchziel.

Originalgetreuer Nachbau

Die „Germania Nova“ wurde ab 2009 entwickelt und im Verborgenen auf der spanischen Werft „Factoria de Naval de Mar“ in der Nähe von Vigo erbaut. Im Mai 2011 lief sie vom Stapel. Den Auftrag erteilte der deutsche Stahlunternehmer Jürgen Großmann, zur damaligen Zeit Vorstandsvorsitzender bei RWE. Das „Manager“-Magazin schätzte sein Vermögen 2008 auf rund 1,35 Mrd. Euro.

Das Projekt „Germania Nova“ leitete Rainer Hantke. Ziel war es, einen möglichst originalgetreuen Nachbau zu schaffen, was angesichts fehlender Konstruktionspläne überaus schwierig war. Man richtete sich also nach Fotos, Artikeln in Fachzeitschriften sowie Modellen.

Die „Germania Nova“ kann gechartert werden. Insgesamt 13 Man Besatzung kümmern sich um maximal zehn Gäste in fünf luxuriösen Kabinen. Die „Germania Nova“ ist vor allem in der Karibik und im Mittelmeer unterwegs. (charterworld.com)