Hotelpreise auf den Balearen nicht mehr wettbewerbsfähig

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Die durchschnittlichen Hotelpreise auf den Baleren der Drei-, Vier- und Fünf-Sterne-Kategorie, gehören zu den teuersten im Mittelmeerraum. Zu diesem Ergebnis kommt eine vergleichende Untersuchung des Tourismusanalysten „Mabrian Technologies“ und der Marketingplattform „Interface Tourism Spain“. Geprüft wurden die Online-Angebote von 2.130 Hotels im gesamten Mittelmeerraum für den Reisezeitraum zwischen dem 15. Juni und 15. September, mit einem Vorlauf von drei Monaten.

Out-of-Market-Position

Das Urteil für die Balearen ist ernüchternd: In den vergangenen vier Jahren hätten sich die Hotelbetreiber durch Preiserhöhungen in eine Art „Out-of-Market“-Position für deutsche und britische Veranstalter gebracht. Unterdessen habe sich die Situation in den Konkurrenzdestinationen schrittweise erholen können.

Reiseziele, wie Antalya oder Marmaris in der Türkei bieten, laut Studie, Preise teils bis zu 73 Prozent unter denjenigen spanischer Ziele an. Hinzu kommt, dass zwischen den Regionen Türkei, Ägypten und Tunesien inzwischen ein wahrer Preiskampf im Bereich Tourismus herrsche. Allein die Türkei habe dadurch ein Wachstum von 80 Prozent gegenüber dem Vorjahr erreicht, heißt es weiter.

Saison 2019 bringt massive Probleme

Nach Angaben der Untersuchung ist auffallend, dass die Hoteliers der Balearen ihre Preise, im Vergleich zur Vorjahressaison, 2018 nicht gesenkt hätten. Sie seien also darauf angewiesen, weiterhin im oberen Bereich zu agieren. Als Grund nennen die Experten die Kosten, die durch die Modernisierung entstanden seien und noch immer nicht ausgeglichen seien.

Für das nächste Jahr prognostizieren deutsche und britische Reiseveranstalter massive Probleme für Hoteliers auf Mallorca, Menorca und Ibiza. Durch die Erholung der Türkei im Bereich Tourismus, müssten sie die aktuell bestehenden Preise beibehalten, oder sogar senken. An weitere Erhöhungen sei nicht zu denken. (Bild: pixabay.com)