Immer mehr Besucher im Naturpark Mondragó auf Mallorca

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Das balearische Umweltministerium beklagt eine wachsende Überfüllung des Naturparks Mondragó im Osten von Mallorca. An den drei Stränden ses Font de n’Alis, s’Amarador und Caló des Burgit wurden im August fast zwei Drittel mehr Besucher gezählt, als nach Naturschutz-Vorgaben erlaubt.

Der Direktor für Naturparks und Biodiversität, Miquel Mir, sieht dadurch nicht nur Risiken für die Umwelt und die Ökosysteme. Auch Rettungsdienste und Feuerwehren könnten wegen der zahlreichen, falsch parkenden Fahrzeuge im Notfall nicht schnell genug zum Einsatzort gelangen, so Mir gegenüber der spanischen Zeitung „Ultima Hora“.

Neuer Schutzplan müsse kommen

Der oberste Naturschützer mahnte erneut an, den neuen Schutzplan (Plan de Ordenación de Recursos, PORN) zu verabschieden, der aktuell erarbeitet wird. Die ursprüngliche Version stammt aus dem Jahre 19992 und, so sehen es Naturschützer, bedürfe dringend einer Überarbeitung.

Kritik der Gemeinde

Die Gemeinde Santanyí hatte in den vergangenen Tagen in einer Pressemitteilung die Pläne kritisiert. Darin enthalten ist nämlich die Abschaffung von Dienstleistungen, wie Liegen- und Sonnenschirmverleih sowie der Strandkioske. Das Rathaus befürchtet dadurch einen Einnahmeverlust von rund 500.000 Euro jährlich. Zudem würden die Besucher ausbleiben, heißt es weiter. Ein geplanter Parkplatzausbau nahe s’Amarador könne nicht umgesetzt werden. (Bild: pixabay.com)