Inselrat erweitert Restriktionen im Tourismus

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Der Inselrat auf Mallorca setzt seinen restriktiven Kurs gegen die touristische Ferienvermietung fort. In dem am Montag von den Parteien PSIB, Més und Podemos beschlossenen Interventionsplan (PIAT), finden geschützte, ländliche Gebiete besondere Beachtung. Die touristische Ferienvermietung in diesen Bereichen wird demnach vollständig verboten, zudem dürfen keine weiteren Landhotels gebaut werden. Genehmigungen für neue Unterkünfte im Agroturisme seien hingegen weiterhin möglich, heißt es. Die Regelungen betreffen auch Golfplätze: Neue dürfen nicht entstehen, die bestehenden dürfen nicht erweitert werden. Zudem soll der Neubau von Häusern in geschützten, ländlichen Zonen untersagt sein, wenn diese Touristenunterkünften dienen sollten.

Pflicht zur Landwirtschaft

Ziel ist es, den ländlichen Bereich auf Mallorca vor einer Überfüllung durch Touristen zu schützen. Zugrunde gelegt wurden Empfehlungen der Kommission für Umwelt. Ferienvermietungen auf dem Land sind, laut Interventionsplan, an Bedingungen geknüpft. Bei einer Grundstücksfläche von mindestens 14.000 Quadratmetern, auf der ein Teil als Touristenunterkunft angeboten wird, muss die restliche Fläche künftig landwirtschaftlich genutzt werden. Entweder solle Gemüse, Obst oder Getreide angebaut werden, oder es könne zur Viehzucht genutzt werden, heißt es im Dokument. Notfalls müsse der Grundstücksbesitzer das Land an einen Landwirt vermieten oder verpachten.

Inselrat unter Zeitdruck

Zu den Touristenhochburgen an den Küsten, die künftig Einschränkungen bei der Ferienvermietung unterliegen, sind Cala Millor, Calas de Mallorca sowie Cala Bona hinzu gekommen. Unterkünfte dürfen hier an insgesamt 60 Tagen im Jahr und maximal einen Monat im Sommer an Urlauber vermietet werden.

Der Interventionsplan Tourismus muss bis spätestens 1. August genehmigt werden. Geplant ist eine außergewöhnliche Plenarsitzung am 19. oder 26. Juli.