Leckeres Karma

Wer sich auf eine kulinarische Genussreise durch das Tal der Orangen begibt, der ist erst in der Bucht von Söller so richtig angekommen. Im „Agapanto“ ist das gute Karma allerorten spürbar, nicht zuletzt in den Speisen.

Kochen auf höchstem Niveau

Das Verständnis von Gastrono­mie ist für Lokalchefin Ana Maria Sturm wie ein Mosaik: Die Küche ist der Motor, die Willkommenskultur, das Ambiente, der Service und die Präsentation formen schließlich das Gesamtbild. „Ganz gleich, auf welchem Niveau Du ein Restaurant betreibst, was Du machst, muss stimmig sein“, sagt die sympathische Regensbur­gerin mit einem Lächeln. Was das an­geht, ist die Harmonie im „Agapanto“ sicherlich mehr als perfekt. Man kocht seit mittlerweile zwölf Jahren auf höchstem Niveau. Die Lage des Lokals direkt am Wasser, die wunderschöne Terrasse und die Liegen am Strand möchte man fast schon als Beiwerk bezeichnen, doch das würde dem Gesamtbild nicht ge­recht.

Das „Agapanto“ besäße nur die Hälfte seiner Ausstrahlung, wenn es Ana Maria Sturm nicht gäbe. Sie ist mehr als eine passionierte Gastronomin. Sturm lebt die Gastfreund­schaft. Sie ist Gastgeberin mit Herz und Verstand. Und wenn sie von der „Einmaligkeit“ spricht, die sie mit ihrem Res­taurant inzwischen ohne Zweifel erreicht hat, dann be­zieht sich das eben nicht nur auf die Küche und das Talent ihres ungarischen Kochs Péter Töth. Sie möchte ihren Gästen unvergessliche Momente voller Liebe schenken, wie sie selbst sagt. Das klingt berauschend und zergeht buchstäblich auf der Zunge.

Ach ja, wir wollen an dieser Stelle natür­lich auch über das Essen sprechen. Die Gerichte sind allesamt saisonal, soll hei­ßen, was die Jahreszeit bietet, kommt in feinster Art und Weise auf die Teller. Alle sechs Wochen wird ein neues Menü kre­iert. Die Produkte stammen von eigenen Händlern und Anbietern, welche die selbst gesteckte, höchste Qualität des Restaurants stets sicherstellen. Es sind vielfach lokale Produkte, wie der Fisch und die Meeresfrüchte, oder auch das Kaninchen. Das Rind kommt aus Gali­zien. Darüber hinaus gibt es im Ort einen eigenen Garten, in dem Gemüse und Kräuter angebaut werden. Täglich wird eigenes Brot gebacken, eines aus den Früchten und dem Mehl des Johaniss- brotbaums, das andere aus schwarzen Oliven. Im Einklang mit dem selbst her­gestellten Olivenöl und dem Olivenpesto ein perfekter Auftakt zu ungeahnten Gaumenfreuden.

Die einzelnen Speisen bilden ein Ge­samtkunstwerk, doch immer wieder sind die einzelnen Bestandteile zu erkennen, wiederzufinden. So begibt sich der Gast auf eine geschmackliche Entdeckungs­reise, findet neue Kompositionen und kehrt doch immer wieder zur Reinheit des kulinarischen Augenblicks zurück. Das drückt übrigens auch der Name „Agapanto“ aus: Agapanthus ist die Schmucklilie. Und Ana Maria Sturm ge­fällt diese Symbolik, denn sie stehe für al­truistische Liebe. Verlieren Sie nicht Ihr Herz!

Agapanto
Camino del Faro, Puerto de Soller
Tel. 971 633 860,
www.agapanto.com