Skulpturen zieren die Rotandas

Rund zwei Dutzend Skulpturen schmücken vielerorts die Kreisel auf der Insel. Über ihre genaue Herkunft ist jedoch nur wenig bekannt.

Auswahl unklar

Wer öfters mit dem Auto auf Mallorca unterwegs ist, wird sicherlich schon einige von ihnen gesehen haben: die rund zwei Dutzend Skulpturen in den Kreisverkehren der Insel. Seit dem massiven Ausbau des Straßennetzes zu Beginn des 2. Jahrtausends begann der für die Instandhaltung der Verkehrswege zuständige Inselrat zahlreiche sogenannte rotonda mit Kunstobjekten zu schmücken. Völlig unklar ist jedoch, nach welchen Vorgaben die Kreisel-Skulpturen ausgesucht werden. So finden sich unter ihnen neben einfacher Handwerkskunst wie ein angemaltes Fischerboot am Kreisverkehr gegenüber dem Yachthafen von Sa Rápita auch Werke bedeutender Künstler wie das auf der Insel beheimatete Ehepaar Ben Jakober und Yannik Vu. Dessen 15 Meter hohe Skulptur „Anfora“ zieht bereits am Flughafen die Blicke vorbeifahrender Autofahrer auf sich. Ebenfalls auf Mallorcas Straßen verewigt hat sich der italienische Künstler Aligi Sassu, von dem das rote Pferd im Kreisel vor Alcúdia stammt. Zu den aufwendigsten Straßen-Skulpturen Mallorcas zählt eine namenlose Skulptur des japanischen Künstlers Keiji Kawashima an der Autobahn zwischen Palma und Inca. Die Arbeit besteht aus tausenden geflochtenen Eisendrähten. Andere Kreisel-Kunstwerke haben mit der Geschichte der Insel zu tun, wie beispielsweise die Darstellung der Tanzgruppe „Cossiers“ an der Manacor-Straße bei Algaida oder des großen Herbstmarktes „Dijous Bou“ am Kreisverkehr der Inca-Autobahn auf Höhe der Ortschaft Consell.

Nach Auskunft im Inselrat wurden einige Werke von auf der Insel lebenden Künstlern „geschenkt“, andere für Summen zwischen 10.000 und 140.000 Euro erworben. Gemeinsam ist ihnen eines: Keines verfügt über ein Hinweisschild mit Informationen.