Polizeichef: Besatzungen in Palma hohem Risiko ausgesetzt

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Wer als Flugbegleiter von und nach Palma de Mallorca fliegt, geht ein „hohes Risiko“ ein. Zu dieser Einschätzung gelangt der Chef der spanischen Nationalpolizei und Gewerkschaft SPP, José María Manso. Viele Mitarbeiter im Flugdienst würden mittlerweile unter Angstzuständen leiden, so Manso weiter. Grund sei die steigende Zahl an Vorfällen mit alkoholisierten oder unter Drogen stehenden Passagieren am Airport von Son Sant Joan.

Lage unerträglich

Es sei nicht normal, dass Flugpersonal täglich belästigt, beleidigt, bedroht und körperlich angegriffen werden. Die Polizeigewerkschaft bezeichnet den Flughafen inzwischen als „Zentrum des Vertriebs, Verkaufs und Konsums von Alkohol“. Das sei unerträglich. Die Behörden sind, laut Manso, dringend gefordert, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Ein Gesetz gebe es nicht.

Fluggesellschaften in der Pflicht

Auch von den Fluggesellschaften fordert Manso umgehend Maßnahmen. Hier gebe das Luftsicherheitsgesetz klare Regeln vor: Das Probleme müssen an der Flugzeugtür gelöst werden. Besatzungen seien in der Pflicht, alkoholisierten Passagieren den Flug zu verweigern. Viele seien aber lediglich Saisonkräfte, die unter einen besonderen Druck stünden und Angst hätten, ihren Job zu verlieren.

Drogen im Flugzeug

Der Polizeichef berichtet von Vorfällen, in denen ganze Gruppen alkoholisierter Passagiere während des Fluges Kokain schnupften, um andere Fluggäste zu ängstigen. Laut Manso gibt es allein am Flughafen von Palma de Mallorca derzeit im Durchschnitt zehn Vorfälle pro Tag.