Ryanair im Sinkflug

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Die irische Low-Cost-Airline Ryanair streicht ihre wirtschaftlichen Ziele für 2020. Statt der geplanten 58 neuen Flugzeuge würden nur 30 Jets neu in die Flotte aufgenommen, heißt es. Entsprechend sinke die Wachstumsrate von erwarteten sieben auf nur noch drei Prozent. Das habe zur Folge, dass Ryanair auch deutlich weniger Passagiere befördern werde, so das Unternehmen am Dienstag in Dublin. Man spricht von 157 Mio. anstatt der zunächst erwarteten 162 Mio. Fluggäste.

Boeing soll Problem sein

Als Grund für die veränderte Unternehmenssituation nannte man die Probleme bei der Auslieferung der Boeing 737 Max. Nach Unglücken zweier Maschinen des Typs mit insgesamt 346 Toten müssen weltweit alle 737-Max-Flugzeuge am Boden bleiben. Der Zeitpunkt für eine erneute Startfreigabe ist ungewiss. Boeing hat zwar eine neue Steuerungssoftware entwickelt, die US-Luftfahrtbehörde muss diese allerdings noch zertifizieren.

Standortschließungen möglich

Ryanair kündigte ab kommendem Winter nun Kürzungen an verschiedenen Standorten an. Auch Schließungen von Basen seien nicht ausgeschlossen, heißt es weiter. Man werde sich mit allen Beteiligten und Gewerkschaften beraten. Rynair erwartet eine Rückkehr zum normalen Wachstum erst zum Sommer 2021. Nach der Meldung gab die Ryanair-Aktie zu Handelsbeginn nach.

Ryanair-Chef Michael O’Leary erwartet die Wiederzulassung der Boeing 737-Max noch für dieses Jahr. Die von der Airline bestellte Version Max-200 könnte damit im Januar oder Februar 2020 in Betrieb gehen. (Bild: pixabay.com)