Tötungsdelikt von Sa Coma wird neu aufgerollt

0
106

Das mutmaßliche Tötungsdelikt an einem deutschen Residenten auf Mallorca wird neu aufgerollt. Der Fall hatte im Jahre 2016 für Aufsehen gesorgt. Damals war die Ehefrau des 66-Jährigen unter dringendem Tatverdacht festgenommen worden.

Neue Ergebnisse

Die 46 Jahre alte Russin soll ihren Mann im Haus in Sa Coma zunächst mit Medikamenten betäubt, dann erstochen und anschließend Körperteile an die beiden Hunde verfüttert haben. Die Frau hatte die Tat von Anfang bestritten und ausgesagt, die Hunde hätten ihren Mann angegriffen und getötet. Die Verteidigung hatte eine erneute, gerichtsmedizinische Untersuchung in Auftrag gegeben. Jetzt liegen die Ergebnisse vor.

Keine Messerstiche an Körper

Demnach zeigt die Analyse des Körpers keine Spuren von Messerstichen. Allerdings wurden Zahnabdrücke gefunden, die den Gebissen der beiden Hunde entsprechen. Zudem war die Kleidung des Opfers voller Bissspuren, und überall fanden sich Körperreste. Der Gerichtsmediziner gab darüber hinaus zu Protokoll, dass es für die Frau, die zum Tatzeitpunkt an einem gebrochenen Oberarm behandelt wurde, unmöglich gewesen sei, ihrem Mann tödliche Stichwunden mit einem Messer zuzufügen. (Bild: Google Maps)