Touristischer Ferienvermietung gehen die Gäste aus

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Die Hauptsaison hat noch nicht begonnen, schon wirft die Sonne dunkle Schatten auf die touristische Ferienvermietung Mallorcas. Der Präsident des Branchenverbandes Federación de Estancias Turísticas Vacacionales de Mallorca, Jordi Cerdó, erwartet in diesem Jahr einen Rückgang von 15 Prozent bei Urlaubern, die auf Ferienhäuser und Apartments setzen. Bereits mit Start des Tourismusgesetzes im Jahre 2017 habe man sinkende Buchungszahlen verzeichnet. Jetzt würden deutlich weniger Feriengäste auf die Insel kommen, so Cerdó weiter.

Unklarheit in vielen Bereichen

Der Branchenchef kritisierte in diesem Zusammenhang die fehlende Informationspolitik des Inselrats. So würden viele Vermieter immer noch im Unklaren über die sogenannte Zonierung bei Ferienvermietungen sein. Die Idee bezeichnete Cerdó als grundsätzlich gut, allerdings habe man sich zu wenig Gedanken über eine gerechte Aufteilung gemacht. Einige Gemeinden würden aus unerklärlichen Gründen restriktiver behandelt, als andere.

Erste Branchenmesse in Binicomprat

Auch bei den Abgaben sieht Jordi Cerdó Grund zur Kritik. Urlauber wüssten beispielsweise nicht, warum sie eine Touristensteuer Ecotasa zahlen müssten. Auch sei bei Vermietern unklar, ob die Vermietungssteuer mit 15 Prozent oder dem normalen Satz von 21 Prozent berechnet werde. Cerdó bedauerte auch die Erhöhung der Abfallgebühren und der Grundsteuer, die von einzelnen Gemeinden bei touristischen Vermietungen vorgenommen worden sei.

Aktuell gibt es auf Mallorca rund 14.500 lizenzierte Ferienvermietungen. Am kommenden Samstag findet die erste Branchenmesse in Binicomprat bei Algaida statt. (Bild: pixabay.com)