Verbraucherschützer nehmen kostenintensive Hotlines ins Visier

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Die Generaldirektion für Verbraucherschutz auf den Balearen hat kostenintensiven Telefon-Hotlines den Kampf angesagt. Vor allem Fluggesellschaften stehen im Fokus der Maßnahmen. Fünf Unternehmen wurden bereits angemahnt, ihre bestehenden 902-Nummern auf Anschlüsse umzustellen, die für Anrufer entweder kostenlos sind, oder deren Telefontarife nicht den üblichen Satz für Festnetzgespräche übersteigen.

Ryanair und Condor im Fokus

Unter den Airlines, die in der Kritik stehen, finden sich Ryanair, Condor, Transavia, Monarch und Air Berlin. Die beiden letzten haben allerdings inzwischen Konkurs angemeldet. Ryanair bietet für spanische Kunden weiterhin eine Rufnummer an, für die 12 Cent pro Minute berechnet werden. Condor stellt Anrufern über ihre spanische 091-Nummer 6,73 Cent pro Minute in Rechnung.

Gesetzlich vorgegeben

Neben Airlines wurden auch Energieversorger, Verkehrsunternehmen und Versicherer per Brief darauf hingewiesen, die Rufnummern entsprechend umzustellen. Einige hätten positiv auf den Hinweis reagiert, erklärte Verbraucherschutz-Direktor Francesc Dalmau.
Per Gesetz sind Unternehmen in Spanien dazu verpflichtet, ihren Kunden kostenfreie oder zumindest den üblichen Festnetztarifen entsprechende Rufnummern anzubieten. Die Sanktionen bei Nichtbeachtung können zwischen 6.000 und 20.000 Euro liegen. (Bild: pixabay.com)