Wirtschaft auf Mallorca befürchtet Umsatzeinbußen

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Der Wirtschaftssektor auf Mallorca zeigt sich angesichts der aktuellen Hotel-Auslastung besorgt. Nach Angaben der Hoteliers an der Playa de Palma, in Calvià, im Norden und Osten der Insel, sind die Buchungen um rund zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Selbst Rabatte von bis zu einem Viertel auf den Normalpreis würden die Zimmer nicht füllen, heißt es. Grund sei die Erholung von alternativen Urlaubszielen, vor allem im östlichen Mittelmeer. Die Türkei, Ägypten, aber auch Griechenland hätten aufholen können, in vielen Bereichen hätten sie die Balearen sogar überholt.

Prognosen gescheitert

„Die Prognosen aus dem Frühjahr sind gescheitert“, erklärte Francisco Marín, Präsident der Hoteliersvereinigung auf Mallorca. Diese Entwicklung werden die Gewinn-Verlust-Rechnungen vieler Unterkünfte zum Jahresende negativ beeinflussen, so Marín gegenüber spanischen Medien. Auch Transportunternehmen und der Einzelhandel befürchten starke Umsatzrückgänge.

Passagierzahlen am Airport im Aufwind

Nicht ins Bild passen hingegen die Zahlen, die Flughafenbetreiber AENA vorlegt: Die Passagierzahlen legen, verglichen mit dem Vorjahr, Monat für Monat zu. AENA erklärt diese Entwicklung mit kürzeren Aufenthalten: Dadurch würden automatisch mehr Fluggäste gezählt.

Deutsche und britische Reiseveranstalter haben den Hoteliers bereits ihre Vorgaben für 2019 vorgelegt: Keine Preiserhöhungen und Rabatte um bis zu fünf Prozent, lautet der Vorschlag. Auf den Balearen seien die Übernachtungspreise in den vergangenen vier Jahren um 20 Prozent gestiegen, heißt es. Damit seien sie nicht mehr wettbewerbsfähig.